Aloe vera-eine Heilpflanze

Die Aloe vera ist eine der ältesten Pflanzen, die Menschen für Heilzwecke genutzt haben. Schon vor über 2000 Jahren sahen die griechischen Wissenschaftler Aloe Vera als das Allheilmittel an und die Ägypter bezeichneten „Aloe “ sogar als die Pflanze der Unsterblichkeit“. Zur Bedeutung des Namens: die Bezeichnung Aloe stammt aus dem arabischen und bedeutet glänzende Bittersubstanz, während „vera“ aus dem lateinischen stammt und die Bedeutung von wahr hat.

Auch die ägyptischen Königinnen Nofretete und Kleopatra verwendeten die Aloe als Bestandteil ihres Schönheitsrituals. Feldherren wie Alexander der Große oder der Entdecker Amerikas Christoph Kolumbus behandelten die Wunden ihrer Soldaten mit Aloe vera.

Es gibt etwa 300 verschiedenen Aloe-Arten, jedoch enthalten nicht alle die großen Mengen der begehrten Wirkstoffe. Die höchsten Konzentrationen sind in den Blättern der Aloe Vera Barbadensis Miller zu finden. Dagegen enthält die kleine  Aloe miloti, die in unseren Breiten zu Hause ist, deutlich geringere Mengen der wertvollen Inhaltsstoffe.

Die Aloe vera ist eine der ältesten Pflanzen, die Menschen für Heilzwecke genutzt haben. Schon vor über 2000 Jahren sahen die griechischen Wissenschaftler Aloe Vera als das Allheilmittel an und die Ägypter bezeichneten „Aloe “ sogar als die Pflanze der Unsterblichkeit“. Zur Bedeutung des Namens: die Bezeichnung Aloe stammt aus dem arabischen und bedeutet glänzende Bittersubstanz, während „vera“ aus dem lateinischen stammt und die Bedeutung von wahr hat.

Die Aloe barbadensis miller  gehört zur Familie der Apsphodelaceae, ist also ein Liliengewächs. Sie wächst in den trockenen Regionen Afrikas, Asiens, Europas und Amerikas sowie in einigen Gebieten Indiens. Wichtig sind die Inhaltsstoffe, die die Bedeutung für die Menschen hervorgebracht haben. Das sind mindestens 75 aktive Bestandteile, wie Vitamine, Enzyme, Mineralien, Zucker, Lignin, Saponine, Salicylsäuren und Aminosäuren.

Zu den wertvollen Vitaminen in der Aloe zählen: Vitamin A, das sog. Beta-Carotin, die Vitamine C und E mit ihren antioxidativen Eigenschaften. Darüber hinaus enthält Aloe Vitamin B, Folsäure und Cholin. Bekanntlich neutralisieren Antioxidantien überschüssige freie Radikale in unserem Körper.

Zu den in der Aloe enthaltenen Enzymen zählen die alkalische Phosphatase, Amylasen, Bradykinase, Carboxypeptidase, die Katalase, die Cellulase und Lipase sowie die Peroxidasen. Dabei sind die Amylase und die Lipase Verdauungsenzyme, die jeweils entsprechend Stärke bzw. Fette aufspalten. Die Bradykinase kann übermäßige Entzündungen reduzieren, z.B. wenn Aloe auf die Haut aufgetragen wird. Die Carboxypepdidasen sind für die Spaltung von Peptidverbindungen (also der Aufspaltung von Eiweißen) verantwortlich. Schließlich kann mit dem Enzym Katalase das Zellgift Wasserstoffperoxid unschädlich gemacht werden.

Wichtige Mineralien in der Aloe sind Kalzium, Chrom, Selen, Magnesium, Mangan, Kalium, Natrium und Zink. Im Wesentlichen sorgen sie für das gute Funktionieren verschiedener Enzymsysteme in den unterschiedlichsten Stoffwechselvorgängen.

Desweiteren enthält die Aloe vera eine ganze Reihe von Zuckern, den Hauptanteil machen Polysaccharide aus, die sog. Gluko- oder Polymannane. Auch enthält die Aloe das bekannte Glucomannan Acemannan. Weitere Bestandteile der Aloe sind Anthrachinone, die man hauptsächlich in den Außenschalen der fleischigen Blätter findet. Sie haben eine abführende, analgetische und antibiotische Wirkung.   Die in der Aloe enthaltenen Fettsäuren haben entzündungshemmende Wirkung und eine von ihnen, das Lupeol besitzt antiseptische und analgetische Eigenschaften. Mit Auxin und Cytokinen sind in der Aloe zwei der bedeutendsten pflanzlichen Hormone enthalten. Sie sind an zahlreichen Entwicklungs- und Wachstumsprozessen beteiligt.

Wichtig zu erwähnen sind auch die Aminosäuren. Die Aloe enthält 20 der 22 vom Menschen benötigten Aminosäuren, davon 7 der 8 essentiellen Aminosäuren, die der menschliche Körper nicht selbst synthetisieren kann.

Eine weitere Besonderheit der Aloe sind die darin enthaltenen die Mucopolysaccharide, insbesondere Acemannan, das bis zur Pubertät der menschliche Körper selbst bildet. Wenn es über Aloe-Vera-Produkte zugeführt wird, kann es in alle Zellwände eingelagert werden und so den Körper im Kampf gegen Tumorzellen, Infekte und Pilzerkrankungen unterstützen.

Für den Menschen sind folgende Eigenschaften besonders wichtig:

1.Heilende Kräfte

So wirkt z.B: Glucomannan auf die Kollagensynthese ein. Dadurch kann das Aloe vera Gel den Kollagengehalt von Wunden erhöhen und ebenso den Grad der Vernetzung. Schließlich fördert dies die Wundkontraktion und die Bruchfestigkeit des Narbengewebes wird erhöht.

2. Entzündungshemmende Wirkung

Die Aloe hemmt ein Enzym, womit die Produktion von Prostaglandin E2 aus Arachidonsäure reduziert wird. Prostaglandin E2 benötigen wir jedoch, weil es die Thrombozytenaggregation und die Vasodilatation fördert.

3. Immunologische Eigenschaften

Es kann die Freisetzung von Histamin hemmen, was bedeutend für Allergiker ist. Das in der Aloe enthaltene Acemannan stimuliert die Synthese und auch die Freisetzung von Interleukin 1. Dies ist bedeutend zum Beispiel für die Rückbildung von Krebszellen. Mehrere Verbindungen in der Aloe können die Freisetzung freier Sauerstoffradikale hemmen, was sowohl für den Zell- als auch für den mitochondrialen Stoffwechsel von Bedeutung ist.

4. Abführende Wirkung

Diese ist durch den Gehalt an Anthrachinonen bedingt, die in den Außenschalen der Blätter enthalten sind.

5. Antiseptische Wirkung

Dies ist bedingt durch den Gehalt von 6 Antiseptika in der Aloe vera. Es sind Lupeol, Salicylsäure, Harnstoffstickstoff, Zimtsäure, Phenole und Schwefel, die allesamt hemmend auf Pilze, Bakterien und Viren wirken.

6. Anti-Aging-Wirkung

Die in der Aloe enthaltenen Mucopolysaccharide unterstützen die Bindung von Feuchtigkeit in der Haut. Da Aloe vera die Fibroblasten stimuliert, werden vermehrt Kollagen- und Elastinfasern produziert, wodurch die Haut elastischer und weniger faltig wird.

Anwendung der Aloe vera

Aloe vera sollte nicht angewendet werden von Personen, die eine Allergie gegen Pflanzen aus der Familie der Liliengewächse haben sowie in der Schwangerschaft und während der Stillzeit.

In vielen Völkern ist die Aloe, auch oft als „Wüstenlilie“ bezeichnet ein beliebtes Kosmetikum und Allheilmittel für verschiedenste Beschwerden. Die Wirkstoffe der Aloe bewirken auf der Haut eine Verjüngung. Wunden heilen durch die äußerliche Anwendung in extrem kurzer Zeit. So findet die  Aloe Vera Anwendung in unzähligen Kosmetika wie Hautcreme oder Deorollern. Sie wird bei Sonnenbrand, Insektenstichen, Strahlenschäden und Allergien empfohlen. In den letzten Jahren werden Aloe-Vera-Produkte zum Einnehmen immer populärer. So wird empfohlen, den kalt gepresste Saft, gemischte Aloe-Vera-Drinks oder das getrocknete Mark in Kapseln einzunehmen. Dadurch soll das Immunsystem gestärkt und der Körper entgiftet werden. Diese Anwendung soll sogar Schmerzen mildern und gegen Krebs helfen. Wie bereits gesagt, ist gerade für letzteres die Studienlage nicht evident, so dass medizinische Anwendungen höchstens als Selbstversuch machbar sind.

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