Coenzym Q10 – eine wunderbare Substanz für die Gesundheit

Vieles ist bereits über Coenzym Q10 geschrieben worden. Dabei gibt es immer noch Skeptiker, die zwar nichts dagegen haben, wenn Patienten damit therapiert werden. Jedoch wird Coenzym Q10 noch viel zu selten empfohlen, um den Gesundheitszustand zu verbessern.
Nachfolgend beschreibe ich einige Wahrheiten über diese wunderbare Substanz, die so wichtig für unsere Leistungsfähigkeit und Lebensqualität ist.

1. Coenzym Q 10 ist in jeder menschlichen Zelle enthalten. Diese Verbindung wird benötigt, um in den Zellen Energie zu gewinnen.
2. Da Coenzym Q10 eine eindeutige definierte Substanz ist, lassen sich Gewebespiegel jederzeit bestimmen. Q10 wird vorrangig in der Leber aus dem Eiweißbaustein Tyrosin und aus Mevalonsäure biosynthetisiert. Von der Leber gelangt das Q10 mit dem Blut in die Zellen des gesamten Organismus.
3. Q10 existiert im lebenden Organismus in zwei Formen, der reduzierten Form(Ubiquinol) und der oxidierten Form(Ubiquinon). Das Verhältnis reduziert zu oxidiert ist beim Gesunden 90:10. Die reduzierte Form wirkt antioxidativ, sie überträgt Elektronen. Die oxidierte Form hingegen ist die verbrauchte Form, die jedoch zur Stabilisierung der Zellmembran benötigt wird.
4. Verschiebt sich das Verhältnis reduziert zu oxidiert, ist die Energieversorgung der Zellen gefährdet. Damit ist der Entstehung von Krankheiten Tür und Tor geöffnet. Bei Multipler Sklerose beträgt das Verhältnis z.B. 24:76. Wenn das Verhältnis noch niedriger ist, kann die Funktion der Atmungskette zum Erliegen kommen, was letztendlich bis zum Zelltod führen kann.

Funktionen von Coenzym Q10 im menschlichen Körper:
Gewinnung von Zellenergie- Q10 ist ein zentraler Faktor in der Atmungskette der Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle. Die Leistungsfähigkeit und der Bestand an Mitochondrien hängen wesentlich von der Konzentration an Q10 ab. Die Leistungsfähigkeit der Zellen wird durch die Menge an intakten Mitochondrien bestimmt.
Q10 beeinflusst die Fluidität und Funktionsfähigkeit der Zellmembran – es lagert sich in die Doppelschicht der Zellmembran ein. Dort beeinflusst es die Steuerung der Wasserkanäle, der Ionenkanäle und die Vitamin C – Pumpen.
Der Informationsaustausch zwischen den Zellen wird durch Q10 aufrecht gehalten.
Der Schutz vor freien Radikalen und Peroxiden wird ebenfalls durch Q10 ermöglicht. Q10 selbst ist das einzige Antioxidans, das vom Körper selbst synthetisiert wird. Diese Funktion ist insofern wichtig, da freie Radikale und Peroxide die DNA und RNA schädigen. .
Schutz vor Umweltgiften und Strahlenbelastung. Es hat sich gezeigt, dass Q10 einen neuro-protektiven Effekt besitzt, der Schäden durch Umweltgifte verhindert.

Es gibt sehr viele Studien, die die überaus positive Wirkung von Q10 bei vielen Erkrankungen belegen. Hier seien nur einige genannt:

Zusammenfassung von 9 Studien an 1000 Patienten zu Q10 bei Herzinsuffizienz
-signifikante Verbesserung der Belastbarkeit und Lebensqualität bei Patienten mit Herzinsuffizienz (Prof. S.A.Mortensen1)

Studien zur Wirkung von Coenzym Q10 gegen Krebs / Tumorleiden
-Die Einnahme von täglich 390 mg Q10 führte zur enormen Verbesserung
Studien zu Q10 bei Bluthochdruck, Blutzucker und hohem Cholesterin
-Senkung von Blutdruck, Triglycerid-, Glukose- und Insulinspiegel durch die Einnahme von 120 mg Q10 täglich
Studie zur Q10 Wirkung bei Rheuma bei 70 Patienten
-Q10 Einnahme führt zur Dämpfung des Rheumaschmerzes und verbesserter Beweglichkeit bei 60-80 % der Patienten(Dr. F.Enzmann)
Studie zur Wirkung von Co-Enzym Q10 bei Lungenerkrankungen
-Normalisierung des Q10-Spiegels bei Patienten mit COPD durch Einnahme von täglich 90 mg Q10. Signifikante Verbesserung der Belastbarkeit (Fujimoto2 et al.)
der Tumorlast. Die typischen Gewichtsabnahmen konnten verhindert werden, der Allgemeinzustand verbesserte sich. Bei einer Patientin wurde ein völliger Tumorrückgang erreicht. (Lockwood et al.3)

Studie zur Wirkung von Coenzym Q10 als Leistungsverstärker
Leistungsportler , die täglich 180 mg Coenzym Q10 einnahmen, hatten im Vergleich zu einer mit Placebo behandelten Gruppe eine Leistungssteigerung von bis zu 30 % (Prof. Folkers, prof. Littarru, Dr. Geiß, Dr. Enzmann )
Q10 mindert in Studien Nebenwirkungen von Medikamenten
Es ist nachgewiesen, dass die Einnahme von 90 mg Q10 eine typische Nebenwirkung von Timolol, die Herzinsuffizienz, verhindert.(Takahashi et al.4)
Weiterhin verhindert die zusätzliche Einnahme von Q10 die Hemmung der mitochondrialen Atmung unter Chemotherapie (Dr. Kishi et al. 5)

Coenzym Q10 hilft bei Parkinson
Parkinson-Patienten haben im Vergleich zu Gesunden signifikant erniedrigte Q10 – Spiegel.
Durch die Einnahme von Coenzym Q10 können bei Parkinson – spezifische Symptome reduziert werden. Die Wirkung korreliert mit der Dosis. Je höher, desto wirkungsvoller.(Shults et al., Sohmiya et al.)

Das ist nur ein kleiner Auszug aus der Vielzahl von Studien zu Q10. Ich wünsche mir, dass angesichts dieser Vielzahl von Publikationen die positive Wirkung von Coenzym Q 10 auf den menschlichen Körper mehr Beachtung findet. Es ist an der Zeit, dass die Therapie mit Q 10 so selbstverständlich in den Praxisalltag integriert wird, wie die Messung des Blutdrucks.
Für alle, die mehr über Coenzym Q10 wissen möchten, empfehle ich das Buch von
Dr. Michael Weber:
„Q10 Die Erfolgsgeschichte eines Vitalstoffes“
ISBN:978-3-8370-2385-5

Literatur
1.Mortensen SA: Coenzyme Q10 and the diseased heart: blood and tissue levels of CoQ10 in relation to myocardial function and CoQ10 therapy. Boston: 1 st Conf. of the Intl. Coenzyme Q10 Assn.:78-80 (1998)
2. Fujimoto S; Kurihara N; Hirata K; Takeda T: Effects of coenzyme Q10 administration on pulmonary function and exercise performance in patients with chronic lung diseases. Clin Investig: 71:162-

3. Lockwood K; Moesgaard S; Hanioka T; Folkers K: Apparant partial remission of breast cancer in high-risk-patients supplemented with nutritional antioxidants, essential fatty acids and coenzyme Q10.
Mol Aspects Med: 15s:231-240 (1994)

4.Takahashi N; Iwasaka T; Sugiura T; Onoyama H; Kurihara S; Inada M; Miki H; Uyama M: Effect of coenzym Q10 on hemidynamic response to ocular Timolol. J.Cardiovasc. Pharmacol. 14:462-468 (1989)

5. Kishi T; Takahashi K; Mayumi T; Hama T: Protective effect of coenzyme Q on adriamycin in beating heart cells. Biomed. and Clin. Aspects of CoQ10: 4:181-194 (1984)

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