Säure-Basen-Regulation

Als Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper wird die konstant schwach alkalische Reaktion der Gewebeflüssigkeiten bezeichnet.

Ein permanent konstanter pH-Wert im Bereich von 7,37-7,43 ist lebensnotwendig. Dieser pH-Wert ist konstant, obwohl ständig saure Stoffwechselprodukte an das Blut abgegeben werden. Das ist notwendig, um die physiologischen Stoffwechselabläufe aufrecht zu halten.

Möglich wird die Einhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts durch die Regulierung des pH-Wertes über das Puffersysteme des Blutes sowie die respiratorische und renale Regulation. Das Puffersystem des Blutes besteht aus dem Bikarbonat-Puffer, dem Protein- und Phosphat-Puffer.
Der Bikarbonat-Puffer nimmt wegen seiner engen Verknüpfung mit der Regulation über die Lunge und die Nieren eine besondere Stellung ein. So wird das Bikarbonat in der Niere gebildet und das anfallende CO2 kann über die Lunge abgeatmet werden. Außerdem werden nichtflüchtige Säure über die Niere ausgeschieden, was ebenfalls zur Konstanz des Blut-pH-Wertes beiträgt.

 

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Störungen des Säure Basen-Gleichgewichts mit einem pH-Wert größer 7,43 werden als Alkalose bezeichnet. Ursachen hierfür sind zum Beispiel langandauerndes Erbrechen oder Durchfall. Verschiebungen des Gleichgewichts mit einem pH-Wert kleiner als 7,37 sind Azidosen.

Chronische Azidose kann an der Entstehung chronischer Krankheiten beteiligt sein. Beispiele hierfür sind Allergien, Krebs, Rheuma, Osteoporose aber auch chronische Müdigkeit.

 

Übersäuerung des Körpers bedeutet Überbelastung des Körpers mit Säure.
Sie ist von der Azidose zu unterscheiden, die eine schwerwiegende Erkrankung darstellt mit einer starken Entgleisung des Stoffwechsels.

Beispiele hierfür sind:

schwere Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale, die mit Atemnot einhergeht, weil CO2 nicht abgeatmet werden kann.
Möglich ist die Azidose auch bei Diabetes, wobei es zur Bildung von Ketonkörpern, einem starken Zellgift, durch Insulinmangel kommt.